Kinder brauchen Sprache immer und überall: sei es beim Zusammenleben in der Familie oder im Tagesheim. Die Grundlagen dafür werden in den ersten Lebensjahren gelegt. Darum ist frühe Sprachentwicklung wichtig. Egal ob Wortschatzerweiterung, Satzbildungsfähigkeit, kommunikative Kompetenz, Singen, alle diese Punkte sind bei der Sprachförderung nicht wegzudenken. Sprachförderung erfordert stets ganzheitliches Lernen am besten mit allen Sinnen.

Der Sprachbaum symbolisiert die Einflussfaktoren auf die Sprachentwicklung bei Kindern. Bei allen Kindern verläuft der Spracherwerb zwar in ähnlicher Weise, aber unterschiedlich schnell und mit individuellen Variationen, z. B. beim Erwerb des Wortschatzes. Der Sprachbaum ist, wie ein jedes Kind auch, einzigartig.

Gesetzliche Bestimmungen des Kantons Basel-Stadt geben den Rahmen für die Frühe Sprachförderung Deutsch vor: https://www.gesetzessammlung.bs.ch/app/de/texts_of_law/415.100 (Canton of Basel-Stadt)
Vorgaben vom Erziehungsdepartement Basel-Stadt Zentrum für Frühförderung: https://www.jfs.bs.ch/fuer-familien/geburt-und-kleinkind/vor-dem-kindergarten/obligatorischedeutschfoerderung.html
"Die frühe Deutschförderung ist wichtiger Pfeiler der frühen Förderung. Deutschkenntnisse sind für die Entwicklungsbiographie von Kindern von grundlegender Bedeutung. Sie bilden die Basis für den späteren Bildungserfolg und die Integration."

Das Tagesheim St. Leonhard schafft und optimiert die Voraussetzungen für die frühe Sprachförderung
Deutsch und stellt die erforderlichen Mittel zur Verfügung. Die Eltern werden darin bestärkt, dass die Kinder zunehmend die Grundlagen für den späteren Bildungserfolg und die Integration in die Gemeinschaft entwickeln.
Mit der frühen Sprachförderung Deutsch im Tagesheim St. Leonhard sollen die Kinder zunehmend die Basis für den späteren Bildungserfolg und die Integration in die Gemeinschaft entwickeln. So kann die Sprachentwicklung zum Wohlbefinden und zur ganzheitlichen Entwicklung der Kinder beitragen.
Ein Mitglied des pädagogischen Teams hat die Ausbildung "Frühe Sprachförderung Deutsch" absolviert und ist im Tagesheim St. Leonhard für die Frühe Sprachförderung Deutsch zuständig.

Das Tagesheim schafft die Voraussetzungen und Ressourcen, um die erforderliche Förderqualität Frühe Sprachförderung in Deutsch zu ermöglichen (siehe Grafik unten):early language support in German (see diagram below):
Der Vorstand schafft in Zusammenarbeit mit der Abteilung Tagesbetreuung ED-Basel-Stadt die erforderlichen Voraussetzungen, Gruppengrösse, Ausstattung, Personal:Betreuungsschlüssel, um die Frühe Sprachförderung Deutsch in der erforderlichen Qualität durchführen zu können.
Das Konzept Frühe Sprachförderung Deutsch Tagesheim St. Leonhard.
Fachperson Frühe Sprachförderung Deutsch hat die Ausbildung Frühe Sprachförderung Deutsch absolviert und verfügt über die erforderliche pädagogisch-didaktisch Kompetenz, Wissen, Überzeugungen und Einstellungen


Funktionsziel und Nutzen der Fachfrau / Fachmann Frühe Sprachförderung Deutsch
Fachfrau/Fachmann (FFSD) plant und organisiert ziel- und bedürfnisorientiert die pädagogischdidaktische Umsetzung der Sprachförderung Deutsch mit Kindern im Vorschulalter, die einer besonderen Sprachförderung bedürfen. Die Eltern werden darin bestärkt, dass die Kinder zunehmend die Grundlagen für den späteren Bildungserfolg und die Integration in die Gesellschaft entwickeln.

Die frühe Sprachförderung im Tagesheim St. Leonhard basiert auf klaren pädagogischen Haltungen und transparenten organisatorischen Strukturen. Beide Bereiche greifen ineinander und bilden die Grundlage für eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Sprachförderpraxis.
Jedes Kind bringt eine eigene Sprachbiografie, unterschiedliche Ressourcen und ein individuelles Entwicklungstempo mit. Wir holen die Kinder dort ab, wo sie stehen, und fördern ihre sprachliche Entwicklung ressourcenorientiert, feinfühlig und entwicklungsangemessen.
Sprachförderung geschieht in allen Situationen des Kita-Alltags. Pflegesituationen, Spielmomente, Essenszeiten und Übergänge werden gezielt genutzt, um Sprache anzuregen, zu modellieren und zu erweitern.
Eine sichere Bindung und wertschätzende Beziehung sind zentrale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Spracherwerb.
Kinder lernen Sprache im echten Austausch. Pädagogische Fachpersonen führen dialogische Gespräche, stellen offene Fragen, greifen kindliche Impulse auf.
Alle Familiensprachen werden wertgeschätzt. Die Erstsprache des Kindes ist wichtig für Identität und Kognition. Schweizer Deutsch wird als gemeinsame Alltagssprache gefördert, ohne die Herkunftssprachen abzuwerten.
Kinder werden an Entscheidungen beteiligt, die ihren Alltag betreffen. Durch Mitbestimmung erfahren sie Selbstwirksamkeit und erweitern zugleich ihre sprachlichen Kompetenzen.
Neben der alltagsintegrierten Förderung finden regelmässige, kurze, kindgerechte Sprachfördersequenzen statt (Lieder, Reime, Bilderbücher, Sprachspiele). Grundlage sind Beobachtungen, Dokumentationen und definierte Förderziele.
Die Verantwortung für die Frühe Sprachförderung ist klar geregelt:
Die Sprachförderung folgt klar definierten Schritten:
Mindestens einmal pro Monat findet ein Austausch zwischen Sprachförderfachperson und den Gruppen statt. Inhalte:
Eltern werden transparent über Sprachentwicklung, Beobachtungen und Förderziele informiert. Gespräche finden strukturiert statt und orientieren sich an einer wertschätzenden und partizipativen Haltung.
Die Umgebung ist sprachförderlich gestaltet:
Eine geordnete Umgebung unterstützt das Verstehen und fördert kommunikative Prozesse.

Die Sprache ist im Alltag allgegenwärtig- beim, Spielen, Essen, Anziehen, Lachen, Entdecken.
Unsere pädagogische Haltung basiert auf der Überzeugung, dass Sprachförderung nicht isoliert, sondern ganzheitlich im Alltag stattfinden muss, sowohl bewusst als auch unbewusst. Jedes Kind bringt seine individuelle Sprachbiografie mit- wir holen es dort ab, wo es steht.
Sprachförderung findet bei uns situativ, dialogisch und kindzentriert statt.
Die Kinder werden dabei stets aktiv einbezogen und ermutigt, ihre Meinung zu äussern, Vorschläge zu machen oder Erlebnisse zu teilen. Dies fördert nicht nur ihre Sprachkompetenz, sondern auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Partizipation.
Neben der alltagsintegrierten Förderung wird wöchentlich eine Sprachfördersequenzen in Kleingruppen durchgeführt. Diese orientieren sich an den individuellen Entwicklungsständen der Kinder und beinhalten:
Diese Sequenzen werden systematisch dokumentiert. Die Grundlage unsere gezielten
Sprachförderung bildet die Beobachtung mittels des Sismink Modells, und der Beobachtungsbogen Sprachentwicklung von Kornelia Schlaaf- Kirschner. Sprachförderung ist ein kontinuierlicher Prozess., deshalb reflektieren wir regelmässig im Team:
In unserer Kita ist Schweizer Deutsch die Alltagssprache. Ziel ist es, dass alle Kinder sich in Schweizer Deutsch verständigen können, um am sozialen Miteinander teilzuhaben und ihre weiteren Bildungswege erfolgreich zu gestalten. Die frühe obligatorische Sprachförderung ist daher ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.
Wir gehen davon aus, dass Mehrsprachigkeit ein Gewinn für Kinder ist und die Erstsprache eine wichtige Grundlage ihrer Identität und emotionalen Sicherheit bildet. Deshalb vermitteln wir den Kindern: Mehrsprachigkeit ist etwas Positives – aber Deutsch ist unsere gemeinsame Sprache in der Kita.
Wir machen in Elterngesprächen transparent, dass in der Kita Schweizerdeutsch gesprochen wird, damit die Kinder die Sprache im Alltag intensiv erleben und anwenden können. Gleichzeitig ermutigen wir die Eltern, zuhause ihre eigene Familiensprache/Landessprache zu pflegen. So verstehen Eltern, dass ihr Kind beide Sprachen braucht:
Durch diese klare Haltung erfahren Kinder wie auch Eltern, dass Mehrsprachigkeit wertgeschätzt wird, während gleichzeitig die Deutschförderung im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit steht.

Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Interessen der Kinder bei der Gestaltung von Sprachförderaktivitäten. Schaffung einer unterstützenden Umgebung, die es den Kindern ermöglicht, ihre sprachlichen Fähigkeiten selbstständig zu erforschen und weiterzuentwickeln. Dies kann durch offene Spiel- und Lernmöglichkeiten sowie durch die Förderung von Selbstausdruck und Selbstvertrauen erreicht werden.
Sprache findet im Alltag immer und überall statt, von morgens (Ankunft der Kinder) bis abends (Verabschiedung der Kinder). Deshalb ist es wichtig, die Modellierungstechniken zu nutzen, um jedes Kind zu jeder Zeit und auf seinem Sprachniveau abzuholen und zu unterstützen.
Eine Umgebung schaffen, die reich an Sprachanreizen ist und Möglichkeiten für vielfältige soziale Interaktionen bietet, insbesondere mit den Betreuungspersonen und Gleichaltrigen (Peers). Sprachförderung mit anderen Aktivitäten verknüpfen und in den Tagesablauf integrieren, z.B. beim Essen, Spielen, Aufräumen und bei Ausflügen. Sie bieten vielfältige Gelegenheiten für sprachliche Interaktionen.
Die Betreuungspersonen schaffen in ihren Interaktionen mit den Kindern einen reichhaltigen und differenzierten Sprachgebrauch und bieten ihnen vielfältige Spracherfahrungen durch Lieder, Reime, Vorlesen/ Erzählen, Rollenspiele und Gespräche.
integrieren jahreszeitliche Themen und Projekte in die sprachfördernden Aktivitäten, um den Kindern ein ganzheitliches Verständnis von Sprache und Kultur zu vermitteln. Dies kann saisonale Lieder, Geschichten, Bastel- und Kochaktivitäten beinhalten, die den Wortschatz erweitern und das kulturelle Verständnis fördern.
Die Kinder werden in Kleingruppen oder individuell bei der Bewältigung ihrer spezifischen sprachlichen Herausforderungen unterstützt.
Die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Kinder werden bei der Gestaltung der Sprachförderangebote berücksichtigt.
In der Interaktion mit den Kindern wird eine reichhaltige und differenzierte Sprache verwendet und den Kindern werden vielfältige Spracherfahrungen durch Lieder, Reime, Geschichten, Rollenspiele und Gespräche ermöglicht.
Gruppenübergreifende Aktivitäten
Durchführung von Sprachförderaktivitäten in gemischten Gruppen, um soziale Interaktionen und Peer-Learning zu fördern. Kinder unterschiedlichen Alters und Entwicklungsstandes können voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen, während sie gemeinsam an sprachlichen Herausforderungen arbeiten.
Planung regelmässiger Sprachfördersequenzen in kleinen, überschaubaren Kindergruppen, um individuelle Zuwendung und Interaktion zu fördern. Die Gruppen werden bewusst klein gehalten, damit jedes Kind ausreichend Förderung erhält. Bei Bedarf wird auch die Möglichkeit einer 1:1 Förderung angeboten, um gezielt auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes eingehen zu können. Diese Sequenzen können verschiedene Aktivitäten wie Sprachspiele, Lesezeiten, Vorlesezeiten, Reim- und Liederstunden sowie kreative Aktivitäten, die die Sprachentwicklung unterstützen, beinhalten.
Ein offener und regelmässiger Austausch mit den Eltern wird angestrebt, um sie in die Sprachentwicklung ihrer Kinder einzubeziehen/zu unterstützen. Die Eltern werden ermutigt, sich aktiv an der Sprachförderung ihrer Kinder zu beteiligen, indem sie zu Hause Sprachspiele spielen, vorlesen, gemeinsam lesen und über den Alltag sprechen. Und vor allem die Familiensprache, evtl. auch die Herkunftssprache von Eltern und Kindern zu sprechen. Durch diese enge Zusammenarbeit zwischen Kita und Eltern wird eine kontinuierliche Förderung aller sprachlichen Kompetenzen der Kinder sowohl in der Kita als auch zu Hause gewährleistet.
Das pädagogische Team wird aktiv in die Planung, Umsetzung und Evaluation der Sprachfördermassnahmen einbezogen. Regelmässige Teamsitzungen und Fortbildungen werden genutzt, um Ideen auszutauschen, bewährte Praktiken weiterzugeben und gemeinsam neue Ansätze zu entwickeln. Diese kooperative Arbeitsweise stärkt das Engagement und die Wirksamkeit der Sprachförderung im gesamten Team, wovon letztlich alle Kinder profitieren.
Regelmässige Evaluation der Sprachfördermassnahmen, um sicherzustellen, dass sie den Bedürfnissen der Kinder entsprechen. Aufgrund der Beobachtungen und Rückmeldungen sind Anpassungen vorzunehmen, um die Wirksamkeit der Sprachförderung kontinuierlich zu verbessern und sicherzustellen, dass alle Kinder die bestmögliche Förderung erhalten.
Qualitätssicherung
Die Qualität der Sprachförderung in unserer Kita wird durch verschiedene Massnahmen sichergestellt:
The pedagogical concept and mission statement of the St. Leonhard Daycare Centre was reviewed by the daycare centre, Department of Education of the Canton of Basel-Stadt in terms of content and approved on 1 November 2018.
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