Die humanistischen Grundannahmen prägt die Betreuungsarbeit:
Das Tagesheim St. Leonhard ist eine Einrichtung zur Planung und Organisation einer bedürfnisgerechten Betreuung von Kindern, die zunehmend die Entwicklung einer eigenständigen und unverwechselbaren Persönlichkeit / Selbstwirksamkeit ermöglicht.
Die Eltern werden darin bestärkt, dass ihr Kind zunehmend positive Lebenskompetenzen entwickelt.
Die Vorstandsmitglieder planen, organisieren die Ressourcen, damit die erforderliche Betreuungsqualität geleistet werden kann. Die Heimleitung wird durch die Vorstandmitglieder / Vorstandssitzungen in der Erfüllung ihrer Führungsaufgabe gesichert.

Im Tagesheim St. Leonhard steht das Kind mit seinem Streben nach Selbstverwirklichung (Autonomie) und ein anerkanntes Mitglied der Gemeinschaft zu sein im Mittelpunkt.
Jedes Kind wird so angenommen, wie es ist.
Die Entwicklung einer selbstbestimmten und unverwechselbaren Persönlichkeit wird unterstützt und gefördert.
Wir gehen davon aus, dass jedes Kind das Bedürfnis und Möglichkeiten hat seine Fertigkeiten, Fähigkeiten, Erkenntnisse und Wissen, Einstellung und Haltung zu entfalten und auszuschöpfen.
Damit das Kind sich erfolgreich entwickeln kann, bieten wir eine Atmosphäre, in der sich das Kind wohl und geborgen fühlen kann.
Wir unterstützen, fördern und fordern die Kinder in Ihrer Entwicklung.
„Erkläre mir, und ich vergesse.
Zeige mir, und ich erinnere.
Lass es mich tun, und ich verstehe“
Konfuzius
Da die Erfahrung der eigenen Kompetenz das Selbstvertrauen und die Selbständigkeit stärkt, fokussieren wir die individuellen Ressourcen des Kindes und fördern gezielt, was es gut kann und wofür es sich interessiert.
Das Kind darf, so weit wie möglich, alles selbst ausprobieren und seinem Alter entsprechende Aufgaben selbständig lösen. Kinder sind Forscher, Entdecker und Akteure ihrer eigenen Entwicklungsprozesse in ihrem eigenen Entwicklungstempo. Wir unterstützen das Kind dabei und helfen, wenn nötig. Wir bieten dem Kind eine ausgewogene Mischung aus Freispiel einerseits und aus spontanen, geplanten, geführten, alters- und entwicklungsspezifischen Aktivitäten andererseits. Der Betreuungsalltag muss den Rahmen bieten, der die Entwicklung der Selbstwirksamkeit unterstützt und fördert. Die Kinder sollen in der Ausbildung der folgenden Glaubenssysteme unterstützt werden:
Wir unterstützen die Sozialisierung und Integration des Kindes in die Gemeinschaft, fördern die Entwicklung seiner Persönlichkeit und achten auf seine Individualität. Der Kontakt unter den Kindern der Gruppen findet spontan oder durch gruppenübergreifende Angebote statt. Es ist für das Kind wichtig, gute und tragende Beziehungen zu den Erzieherinnen und den anderen Kindern aufzubauen. Dadurch kann es genügend Vertrauen entwickeln, um seine Bedürfnisse zu äussern und mitverantwortlich zu verhalten. Wir unterstützen die Entwicklung einer wertschätzenden und einfühlsamen Grundhaltung gegenüber allen Menschen und der Mitwelt.
Wir unterstützen die neugierige, fragende und lernfreudige Haltung des Kindes und schaffen eine Umgebung, in der das Kind experimentieren und eine sinnliche und emotionale Beziehung zur Umwelt aufbauen kann. Darin sehen wir eine wichtige Voraussetzung für das Begreifen und Verstehen der Umwelt sowie für den Erwerb von vielfältigen Fertigkeiten und Kenntnissen.
Die Betreuungsarbeit wird auf der Basis des Verhaltenskodex Tagesheim St. Leonhard durchgeführt.
Die Betreuungsarbeit wird mit Berücksichtigung des Konzepts Sicherheit, Prävention und Schutz Tagesheim St. Leonhard durchgeführt.

Um eine optimale Voraussetzung für eine erfolgreiche und bedürfnisorientierte Betreuung zu schaffen, hat die Gestaltung des Eintritts eine besondere Bedeutung.
Die familiären Bedürfnisse und das Betreuungsangebot müssen im Wesentlichen übereinstimmen.
Die Eingewöhnung und der Übergang in das Tagesheim. Der Neuanfang auf der einen Seite – und der Abschied auf der anderen Seite. Doch auch wenn es so scheint, sind diese beiden Begriffe keine Gegensätze, sondern gehen vielmehr Hand in Hand.In einem Übergang verändert sich die Rolle und Identität eines Kindes. Übergänge sind
Schlüsselsituationen für die individuelle Entwicklung und die Bildungslaufbahn von Kindern. Diese Phase muss sehr sensibel begleitet werden und verläuft sehr individuell.
Während der Eingewöhnung in das Tagesheim öffnen sich für alle Beteiligten neue Perspektiven und Chancen zur Weiterentwicklung. Rolle und Identität verändern sich. So werden die Kinder zu Kitakindern und deren Eltern werden zu Kitaeltern...
In den ersten Wochen soll allen Beteiligten, vor allem den Kindern, die Möglichkeit gegeben werden, behutsam und allmählich in die neue Situation hineinzuwachsen. In der Regel zwei Wochen. Dabei orientieren wir uns an den Richtlinien der Fachstelle der Tagesbetreuung (ED).
Eine sorgfältig gestaltete Eingewöhnungszeit schafft die Grundlage für eine optimale Entfaltung des Kindes im Tagesheim. Es gibt viel Neues zu entdecken und kennen zu lernen. Dies braucht seine Zeit. Die Eingewöhnungsdauer hängt vom Kind, den Eltern sowie der Lebens- und Entwicklungs-situation ab.
In Absprache mit den Eltern wird die Eingewöhnungsphase für jedes Kind individuell gestaltet. Zu Beginn der Eingewöhnung bleiben die Eltern passiv in der Gruppe. Sobald die Kinder der neuen Situation gewachsen sind, verlassen die Eltern die Gruppe Schritt für Schritt.
Das Ziel einer bewussten Gestaltung der Eingewöhnung besteht darin, allen Beteiligten die Möglichkeit zu geben, die neue Situation aktiv mitzugestalten und sich gegenseitig verstehen zu lernen. Wir nehmen Bedürfnisse der Kinder und Eltern stets wahr und betrachten diese als Anhaltspunkt, um die Eingewöhnung schonend und erfolgreich zu gestalten.
Wir schätzen einen offenen, kooperativen und wohlwollenden Umgang mit den Eltern, was sich auch beruhigend auf das Kind auswirkt. Das Bedürfnis nach einer verlässlichen Betreuungsumgebung wird damit entsprochen.
Mit diesem Vorgehen wollen wir die Bindungsfähigkeit der Kinder stärken.
Vorbereitungsphase:
Die Vorbereitungsphase startet mit der Besichtigung der Institution, die Eltern vereinbaren einen unverbindlichen Termin zur Besichtigung der Institution. Diese Besichtigungen werden von der Tagesheimleitung oder deren Stellvertretung durchgeführt. Hierbei werden den Eltern die Räumlichkeiten und deren Nutzung erläutert. Die Eltern erhalten einen kurzen Einblick über die Tagesgestaltungen in der Institution. Nach der Besichtigung findet ein kurzer Austausch zwischen Tagesheimleitung und Eltern statt, hierbei werden die nötigen Daten von Seiten der Eltern erfasst (Betreuungstage, Finanzierung), Informationsaustausch betreffend Öffnungs- und Schliesstagen, Besonderes und bis dahin offene Fragen zu klären.
Die Tagesheimleitung erläutert den Prozess der Eingewöhnung und wie dieser in der Institution stattfindet.
Kennenlernphase:
Wenn die Formellen Formalitäten geklärt sind, vereinbart die Tagesheimleitung einen Termin für das sogenannte ,,Eintrittsgespräch’’. In diesem Gespräch werden bereits erste Informationen ausgetauscht (Ess- und Schlafgewohnheiten etc.) Mit den Eltern zusammen wird der genaue Ablauf der Eingewöhnung besprochen, dabei werden Wünsche, Fragen, Unsicherheiten, Vorbehalte und eventuelle Ängste aufgefangen und geklärt. Ziel ist es, dass wir die Bedürfnisse des Kindes und der Familie kennen-lernen, um die Eingewöhnung bestmöglich planen zu können. An diesem Treffen werden die ersten Daten der Eingewöhnung vereinbart und die Familie lernt die zuständigen Erzieher: in kennen. Die jeweilige Gruppe / Bezugsperson erhält von der Tagesheimleitung ein Steckbrief mit den wichtigen erst Informationen zu der Familie / Kind (Name Eltern/Kind, Betreuungstage, Geb. Datum und den Telefonnummern).
Dokumentation während der Eingewöhnung:
Während dem Eintrittsgespräch füllen die Eltern unser internes Anmeldungsblatt aus, hier werden schon wichtige Informationen ausgetauscht betreffend Notfallnummern, allfällige Allergien oder Unverträglichkeiten des Kindes. Die zuständige Leitung teilt das Blatt der Erziehr:in welche für die Eingewöhnung zuständig ist, aus.
Ein sogenanntes „Eingewöhnungsblatt“ ist für jede Gruppe eingerichtet und enthält sämtliche Daten bezüglich Schlafverhalten, Essgewohnheiten, Vorlieben usw. Das Blatt wird in den zuständigen Ordner abgelegt, wo jedes Teammitglied Zugriff hat und sich mit den nötigen Informationen auseinander-setzten, kann.
Individuelle Eingewöhnungsphase:
Wir rechnen mit einer Zeitspanne von 2 Wochen. (Allerdings wird hier die familiäre Situation berücksichtigt). Während der Eingewöhnung geht es nicht darum, das Kind möglichst schnell an die neue Situation anzupassen, sondern um ihm und den Eltern positive (Lern-) Erfahrungen zu ermöglichen. In der ersten Woche gestalten sich die Eingewöhnungstage in einem zeitlichen Rahmen von 1 ½ bis 3 Stunden. In der ersten Woche findet dies jeden Tag statt, zu unterschiedlichen Zeiten. In der zweiten Woche ist das Ziel das Kind in die Gruppe zu integrieren und die verschiedenen Abläufe kennen zu lernen. In der zweiten Woche findet dies ebenfalls jeden Tag statt, das Ziel besteht darin das, dass Kind einen ganzen Tag in der Kita verbringt. Somit steigert sich die zeitliche Dauer in der zweiten Woche
Der erste Tag startet mit dem gegenseitigen Kennenlernen zwischen Bezugsperson und Familie. Die Bezugsperson erläutert nochmals die Phasen/Ablauf der Eingewöhnung. Die Bezugsperson zeigt der Familie die Vorbereiteten Sachen (beschrifteter Kleiderspint, Trinkflasche etc.). Die jeweiligen Gruppen haben ein Eingewöhnungsblatt, wo die wichtigen Informationen aufgeschrieben werden (Besonderheiten, hier wird individuell (Altersentsprechend) begutachtet, ob beim ersten Kita Besuch schon Kinder aus der bestehenden Gruppe miteinbezogen werden. Die Bezugsperson kann sich hier genügend Zeit nehmen um der Familie die gängigen Gruppenrituale, Alltagsplanung etc. zu erläutern. Das Gruppenteam wird der Familie vorgestellt, hält sich in dieser Phase jedoch noch im Hintergrund.
Am zweiten Tag geht es um die Beziehungsgestaltung, welche Aktivitäten bevorzugt das eingewöhnte Kind? Man stellt verschiedene Utensilien zur Verfügung und lädt das Kind dazu ein. Die Eltern sind in diesem Zeitraum eng involviert.
Dies verläuft so weiter bis Tag vier an diesem Tag wird, wenn dies möglich ist ein erster Trennungsversuch nach gemeinsamen beisammen sein von ungefähr 30 Min. – 1 Stunde versucht. Hier wird auf die Bedürfnisse der Eltern/Kind geachtet. Verläuft diese gut, werden die Trennungen an den folgenden Eingewöhnungsterminen schrittweise verlängert. Beim Trennungsversuch sind die Eltern in unmittelbarer Nähe und telefonisch erreichbar. Die jeweilige Gruppe ist ebenfalls per Gruppentelefon erreichbar – es steht den Eltern jederzeit zu einem telefonischen Update zu verlangen.
Am fünften Tag wird dies wiederholt, diesmal in einem Zeitraum von ungefähr 1 – 1 ½ Stunden.
In der zweiten Woche verkürzen sich die Sequenzen vom gemeinsamen beisammen sein der Eltern, dass Ziel ist es eine wohlwollende Umgebung für Kind und Eltern zu schaffen und somit das Fundament zu bilden für eine sichere Bindung. Es wird darauf geachtet, dass das Kind verschiedene Sequenzen des Tages bei uns erlebt. (Essen, schlafen, spielen etc), ebenso das im Verlauf der Eingewöhnung eine zweite Bezugsperson miteinbezogen wird. Dies ist wichtig, um Vertrautheit für das Kind und die Eltern bei allfälligen Ausfällen zu gewährleisten.
In dieser Phase wird auch viel mit Ritualen gearbeitet (Begrüssung/Verabschiedungsritual, Morgenkreis uvm.).
Am letzten Tag ist das Ziel das, dass Kind einen Tag allein ohne Elternteil in der Kita verbringen kann. Dies wird durch die verschiedenen Phasen der Eingewöhnung gewährleistet, in dem das Kind in die verschiedenen Alltagssituationen hineingeführt wird.
Wenn das Kind nach zwei Wochen noch nicht eingewöhnt ist, (es lässt sich bei der Trennung kaum trösten und das Weinen hält sehr lange an, oder das Kind reagiert im Verlaufe des Tages immer wieder starkem Weinen und lässt sich kaum trösten), wird mit den Eltern zusammen eine Lösung gesucht, um die Eingewöhnungszeit zu verlängern.
Ziel ist eine individuelle bedürfnisorientierte Eingewöhnung, bei der Vertrauen und Sicherheit zwischen Kind, Familie und Kita weiter aufgebaut werden
Abschlussphase:
Bis das Kind sich vollständig in der Kita eingelebt und eingewöhnt hat, vergehen noch einige Wochen. Nach der individuellen Eingewöhnungsphase ist es aber so weit, dass es den Tag sicher und gut aufgehoben in der Kita verbringen kann.
Nach dem das Kind eingewöhnt ist, bleibt die Betreuerin in einem engen Austausch mit den Eltern.
Im Alltag bieten wir feste Zeiten und Rituale an, die den Kindern Sicherheit und Orientierung bieten sollen.
Dazu gehören

Die Qualität der Betreuung in unserer Kita basiert auf einem systematischen, kontinuierlichen Entwicklungs- und Reflexionsprozess. Dabei achten wir darauf, dass sowohl die pädagogische Arbeit mit den Kindern als auch die Zusammenarbeit im Team laufend überprüft und weiterentwickelt wird. Unsere Qualitätsstandards umfassen folgende Bereiche:
1. Laufende fachliche Weiterentwicklung des Teams
Jährliche Teamweiterbildungen
Das gesamte Team nimmt regelmässig an Fort- und Weiterbildungen teil. Diese umfassen:
Die Inhalte aus Weiterbildungen und Supervisionen werden im Alltag angewendet und in Teamsitzungen reflektiert, um nachhaltige Qualitätsentwicklungen sicherzustellen.
2. Dokumentation und Reflexion der pädagogischen Arbeit
3. Transparente Zusammenarbeit mit den Eltern
4. Zielgerichtete pädagogische Planung

Familien und das Tagesheim sind gemeinsam für das Wohl der Kinder verantwortlich. Sie prägen beide die kindliche Entwicklung in entscheidendem Masse. Familie und das Tagesheim sind prägende Lebenswelten von Kindern. Das Verhältnis der beiden Lebenswelten (Sozialisationsfelder) zueinander kann in der Realität unterschiedliche Formen annehmen. Wir orientieren uns in der alltäglichen Betreuungsarbeit am zentralen Wunsch der Eltern, dass sich die Betreuung im Tagesheim an der Lebenssituation und den Bedürfnissen ihres Kindes ausrichtet: Sein Wohl soll im Mittelpunkt stehen.
Um die gemeinsame Betreuungsarbeit erfolgreich gestalten zu können vereinbaren wir regelmässige Gespräche.
Daneben gibt es vom Tagesheim strukturierte gemeinsame Begegnungen.
Bitte teilen Sie uns so früh wie möglich mit, wann Ihr Kind in die Ferien geht. In den regulären Schulferien erstellen die Gruppen einen Ferienplan wo sich die Eltern eintragen können. Dies dient der frühzeitigen Organisation.
Einmal im Jahr führen wir mit den Eltern ein Gespräch über den Stand der Entwicklung des Kindes durch. Bei Bedarf werden weitere Entwicklungsgespräche durchgeführt.
Inhalt der Entwicklungsgespräche

Um den Betrieb des Tagesheims und die Kindergruppe nicht unnötig zu stören, sind während des Tages keine weiteren Bring- und Holzeiten vorgesehen.
Das Tür- und Angelgespräch ist ein kurzer Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieherinnen. Es ist meist nicht planbar und kann sowohl von den Eltern wie auch vom pädagogischen Fachpersonal initiiert werden.
Das Tür- und Angelgespräch bietet die Möglichkeit, zu den gegenseitigen situationsorientierten Informationen und zum Austausch über Themen wie: - Erfolge, - Befindlichkeit, - Gesundheit - Probleme/Konflikte, - Fragen, - Absprachen bezüglich Abholens / Veränderungen, usw.
Das Tür- und Angelgespräch stärkt und festigt die Erziehungspartnerschaft und ist daher ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Es findet in der Bring- und Abholzeit des Kindes, während der Arbeitszeit der Erzieherin/des Erziehers statt. Das Tür- und Angelgespräch sollte möglichst nur von einer Erzieherin geführt werden. Sollte das Gespräch aus gegebenem Anlass länger als ca. 5 Minuten dauern, besteht die Möglichkeit durch die Erzieherin/den Erzieher das Gespräch an dieser Stelle zu beenden und einen Termin für ein ausführliches Gespräch zu vereinbaren.
Für diese ausführlicheren Gespräche wird eine Aktennotiz angefertigt.
Die erfolgreiche Entwicklung der Selbstkompetenz, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung, siehe oben Punkt 1.2.1 bildet die Basis für die Bewältigung von Übergängen.
Ziele erfolgreicher Übergangsbewältigung
Ziel ist es, dass der Mensch Übergänge auf drei verschiedenen Ebenen bewältigen lernt
Die individuelle Ebene
Damit ist jeder Einzelne gemeint, das eigene Selbstbild, die eigene Identität durch einen neuen Status zu verändern.
Die interaktionale Ebene
Die Ebene bezieht sich auf Beziehungen. Es geht um Veränderung, Verlust, Ausweitung oder Reorganisation von Beziehungen (z.B. Freunde aus dem Tagesheim sind nicht mehr da, neue Freunde im Kindergarten / in der Schule kommen hinzu).
Kennenlernen der Nachfolgenden neuen Betreuungssituation
Bei Eintritt in den Kindergarten oder in die Schule können Eltern und Fachpersonen Vorgängig einen Besuch / Schnuppertag usw. mit der neuen Institution / neuen Bezugsperson vereinbaren. So können Unsicherheiten vermindert werden
Die kontextuelle Ebene
Diese Ebene bezieht sich auf die Bewältigung der Lebensumwelten wie Trennung der Eltern oder die Geburt eines Geschwisterkindes.
Jedes Kind bewältigt Übergänge in eigenem Tempo
Die Bewältigung kann die persönliche Entwicklung vorantreiben oder erschweren (Freude,
Neugier als auch Verunsicherung und Ängste können entstehen)
Die Bewältigung ist abhängig vom Temperament, von bisherigen Erfahrungen und der psychischen Widerstandsfähigkeit, der mit Neuem, Unbekanntem umzugehen.
Bezugspersonen und Erwachsene tragen die Verantwortung für das Gelingen der Übergänge. Eltern müssen ihr Kind dabei unterstützen
Übergänge sind immer erst dann beendet, wenn Kinder sich wohlfühlen, wenn länger anhaltende Probleme nicht mehr auftreten.
Kinder müssen erfahren, dass Übergänge keine Belastung, sondern eine neue Chance für das Leben bieten.
Hilfen & Unterstützung der Übergänge

Ein genussvolles, ausgewogenes, nachhaltiges und entspanntes Mittagessen ist wichtig für Körper und Geist. Beim Mittagessen tanken Kinder Energie für die Herausforderungen des Alltags und erlernen wertvolle Gewohnheiten, welche die Gesundheit fördern. Gleichzeitig tragen Tagesstrukturen für Kinder dazu bei, soziale und persönliche Kompetenzen zu entwickeln und zu festigen.
Wir beschäftigen eine/n Köchin / Koch. Damit stellen wir sicher, dass die Kinder einen gesunden Bezug zum Essen entwickeln können und auch partizipativ Ideen und Wünsche eingeben dürfen. Wir achten auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung. Die Lebensmittel sollen vorwiegend saisonale und regionale Kriterien erfüllen.
Bewegung und Ernährung sind wichtige Säulen der Gesundheitsförderung und zentrale Themen im Alltag der Kindertagesstätten (Kitas). Die Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen der ersten Lebensjahre sind nicht nur eng verknüpft mit der motorischen und sensorischen Entwicklung, sondern auch mit weiteren zentralen Entwicklungsbereichen wie Wahrnehmungsentwicklung, emotionale Entwicklung, Lern- und Konzentrationsfähigkeiten.
Im Tagesheim werden folgende Mahlzeiten abgegeben:
In Absprache mit der für das Kind zuständigen Betreuungsperson können, in einem bestimmten Rahmen, wenn wir es leisten können, individuelle Wünsche berücksichtigt werden: z.B. Allergien, Vegetarier, religiöse Vorgaben, usw.
Wir sorgen dafür, dass sich das Kind, wenn immer möglich, täglich draussen aufhält.
Grundsätzlich umfasst jedes menschliche Verhalten motorische, emotionale und kognitive Aspekte und in der Säuglings- und Kleinkinderzeit ist Bewegung das wichtigste Mittel, um Erfahrungen über die eigene Person, aber auch die soziale, räumliche und dingliche Umwelt zu gewinnen.
Hygiene ist als fester Bestandteil der Gesundheitserziehung in das ganzheitliche pädagogische Konzept des Tagesheimes, um nachhaltig wirksam und damit wirklich erfolgreich zu sein. Das Hygiene-Konzept Tagesheim St. Leonhard bildet die Grundlage.
Kinder werden von ihnen vertrauten Betreuungspersonen gewickelt. Wickeln findet in einem geschützten nicht abgeschlossenen Raum statt.
Beziehung zeigt sich durch ein intensives Miteinander und im Dialog. Das Kind ist Kooperationspartner, es nimmt aktiv an der Pflege/Wickeln teil, z.B. durch Ausstrecken des Armes beim Pullover anziehen oder beim Öffnen der Windel. Die Erzieherin/der Erzieher begleitet den gesamten Prozess mit Worten und kündigt jeden nächsten Schritt an, so dass sich das Kind darauf einstellen kann. Pflege verbal zu begleiten, heisst also, jede Tätigkeit, jedes Kleidungsstück und jedes Körperteil zu benennen. Das Kind ist direkt angesprochen, weiss was geschieht und kann sich darauf einstellen.
Eine weitere Chance von diesen Pflegesituationen liegt in der Beziehungspflege und im Dialog mit dem Kind. Durch die ständige Ansprache des Kindes beim Wickeln wird es in seiner Motivation für und Freude an Sprache gestärkt.
Vorgehen
Siehe auch die Ausführungen im Konzept «Sicherheit, Prävention und Schutz Tagesheim St. Leonhard».

In der Pädagogik versteht man unter Partizipation die Einbeziehung von Kindern in alle das Zusammenleben betreffenden Ereignisse und Entscheidungsprozesse.
Die UN-Kinderrechtskonvention verankert dieses Beteiligungsrecht in Artikel 12, wonach Kinder, die fähig sind, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht haben, diese in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, frei zu äußern. Ihre Meinung ist angemessen und entsprechend ihrem Alter und ihrer Reife zu berücksichtigen. Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes betont in seiner
Allgemeinen Bemerkung Nr. 12 (2009), dass dieses Recht nicht nur das Äußern einer Meinung umfasst, sondern auch die aktive Beteiligung von Kindern an Entscheidungsprozessen im Alltag.
Quelle: UN-Kinderrechtskonvention, Art. 12 (1989), UNICEF Deutschland
Wir wollen als Vorbild im Umgang mit den Kindern, Eltern und Kollegen/innen sein. Wir leiten die Kinder an Entscheidungen zu treffen und ihre eigenen Interessen zu vertreten, Kompromisse einzugehen, zu erarbeiten und auch zu diskutieren. Dadurch machen die Kinder zahlreiche Erfahrungen.
Beispiele hierfür sind:
Der Begriff Inklusion hat seine Wurzeln im Lateinischen. Dort bedeutet das Verb includere einlassen und einschliessen, das Substantiv inclusio bedeutet Einschliessung und Einbeziehung.
In einer inklusiven Betreuungsinstitution leben Menschen mit und ohne Behinderungen, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen von Anfang an gemeinsam zusammen.
Dies bedeutet für uns im Tagesheim St. Leonhard, in der Gemeinschaft von Kindern und Erwachsenen miteinander und voneinander zu lernen, uns in der Unterschiedlichkeit kennenzulernen und akzeptieren, Gemeinsamkeit entdecken, Spass zu haben, zu spielen, Neues kennenzulernen.
Uns ist es dabei ein Anliegen im Rahmen unserer Ressourcen
Die gleiche Entwicklungschance anzubieten. Um dies zu erreichen, gehen wir auf alle individuellen Unterschiede der Kinder ein und bieten ein differenziertes Bildungsangebot an.
Das pädagogische Konzept und Leitbild des Tagesheims St. Leonhard wurde von der Fachstelle Tagesbetreuung, Erziehungsdepartement Kanton Basel-Stadt inhaltlich geprüft und am September 2025 bewilligt.
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